TL;DR: Make (ehemals Integromat) ist einfacher und visueller. n8n ist flexibler und kann selbst gehostet werden. Für die meisten KMU ist Make die bessere Wahl. Für technisch versierte Teams mit Datenschutz-Anforderungen: n8n.
Was sind Make und n8n?
Beide sind No-Code/Low-Code Automation-Tools. Du verbindest Apps und Dienste miteinander und automatisierst Workflows — ohne programmieren zu können. Wenn das passiert → mach das.
Beispiel: "Wenn ein neues Kontaktformular auf der Website eingeht → sende eine Slack-Nachricht → erstelle einen CRM-Eintrag → sende eine Bestätigungs-E-Mail."
Make im Überblick
- Cloud-hosted (kein eigener Server nötig)
- Visueller Editor: Drag & Drop Workflow-Builder
- 1.600+ App-Integrationen
- Pricing: Kostenlos bis 1.000 Operations/Monat, ab 9€/Monat für mehr
- Stärke: Einfachheit, schöne UI, große Community
n8n im Überblick
- Self-hosted möglich (eigener Server, volle Datenkontrolle) oder Cloud
- Code-friendly: JavaScript/Python Nodes für custom Logic
- 400+ Integrationen (weniger als Make, aber erweiterbar)
- Pricing: Self-hosted kostenlos (Open Source), Cloud ab 20€/Monat
- Stärke: Flexibilität, Datenschutz, Code-Integration
Der direkte Vergleich
Einfachheit
Make: ★★★★★ — Jeder kann in 30 Minuten einen ersten Workflow bauen. Drag & Drop, visuell, intuitiv.
n8n: ★★★☆☆ — Technischer. Die UI ist gut, aber weniger polished als Make. Code-Nodes erfordern JavaScript-Kenntnisse.
Flexibilität
Make: ★★★★☆ — Für 95% aller Use Cases reicht es. Bei sehr komplexen Logik-Flows stößt man an Grenzen.
n8n: ★★★★★ — Durch Code-Nodes kannst du alles bauen. Keine Grenzen. Aber: mehr Aufwand.
Datenschutz/DSGVO
Make: ★★★☆☆ — Cloud-only, Daten werden auf Make-Servern verarbeitet. EU-Rechenzentrum verfügbar.
n8n: ★★★★★ — Self-hosted auf eigenem Server = volle Datenkontrolle. Ideal für sensible Daten.
Kosten
Make: ★★★★☆ — 9-29€/Monat für die meisten KMU-Anwendungen. Kann bei hohem Volumen teuer werden.
n8n: ★★★★★ — Self-hosted ist kostenlos (nur Server-Kosten: 5-20€/Monat). Cloud: 20€/Monat.
Unsere Empfehlung
Für KMU ohne Tech-Team: Make. Einfacher Start, große Integration-Bibliothek, fairer Preis. Wir nutzen Make bei r.digital für die meisten Kunden-Automations.
Für Unternehmen mit Entwicklern oder Datenschutz-Anforderungen: n8n. Flexibler, selbst gehostet, kein Vendor Lock-in.
3 Praxis-Workflows die beide können
- Kontaktformular → Slack + CRM: Website-Anfrage kommt rein → Slack-Notification → automatischer CRM-Eintrag → Auto-Reply E-Mail an den Kunden
- Social Media Automation: Neuer Blog-Post → LinkedIn-Post-Entwurf → E-Mail an Team zur Freigabe → Nach Freigabe automatisch posten
- Reporting: Jeden Montag → Google Analytics Daten holen → Report als PDF generieren → per E-Mail an Team senden
Fazit
Beide Tools sind exzellent. Make für Einfachheit, n8n für Flexibilität. Starte mit einem konkreten Workflow (z.B. Kontaktformular-Automation) und erweitere von dort. Du wirst überrascht sein, wie viel Zeit Automation spart.
Häufige Fragen
Kann ich von Make zu n8n wechseln (oder umgekehrt)?
Die Workflows sind nicht direkt übertragbar — du musst sie neu bauen. Aber die Logik ist ähnlich. Wechsel ist machbar, aber mit Aufwand verbunden.
Brauche ich einen Entwickler für n8n?
Für einfache Workflows: nein. Für komplexe Workflows mit Code-Nodes: ja. Für Self-Hosting: grundlegende Server-Kenntnisse (Docker).
Wie viele Automations braucht ein KMU?
Start mit 3-5 Kern-Automations: Kontaktformular, Social Media, Reporting, Termin-Reminders, Onboarding-E-Mails. Das allein spart 5-10 Stunden/Woche.



